Bundesliga-Ausschreibung

Bundesliga-Medienrechte: Kartellamt besteht auf No-Single-Buyer-Rule

Das Kartellamt fordert die Deutsche Fußball Liga (DFL) zu einer Änderung der Ausschreibung der Medienrechte für den nächsten Rechtezyklus auf. Dies geht aus einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom vergangenen Samstag hervor.

Durch die sogenannte „No-Single-Buyer-Rule“ soll verhindert werden, dass sich ein Bieter alle vier Rechtepakete für die Fußball-Bundesliga sichert. Die vorgelegene Ausschreibung der DFL hätte genau diesen Fall ermöglicht. In der FAZ wird der Präsident des Bundeskartellamts wie folgt zitiert: „Die DFL muss ein Vermarktungsmodell vorlegen, das den Wettbewerb zwischen verschiedenen Anbietern ermöglicht. Ein Monopolist hätte kaum Anreize, die Qualität der Berichterstattung zu verbessern und das Innovationspotenzial insbesondere des Internets auszuschöpfen."

Konkret geht es bei der Kritik des Bundeskartellamts um die vier Pakete für die Live-Berichterstattung im Bezahlbereich. Die DFL hatte der Behörde vorgeschlagen auf die „No-Single-Buyer-Rule“ zu verzichten. Wenn es nach der DFL allein ginge, hätte ein Pay-TV-Anbieter wie Sky die Live-Rechte für alle Bundesliga-Spiele erwerben können. Die einzige Einschränkung wäre dabei gewesen, dass er sich bei mindestens einem der Pay-TV-Live-Pakete („A“ bis „D“) die Verbreitung für die Wege Web-TV und Mobile mit einem zweiten Käufer teilt. Das Bundeskartellamt sieht vor, dass in solch einem Fall zwei der Pakete zugleich für einen Internetdienst angeboten werden müssten. Gleiches würde im umgekehrten Fall gelten. Die DFL-Medienrechte ab 2021/22 sollen bis Mai 2020 neu vergeben werden.

Foto: picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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