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SC Paderborn fehlen 2 Mio. von Sponsoren

Der SC Paderborn steht vor großen finanziellen Problemen. Präsident Wilfried Finke sagt, es müsse "ein kleines Wunder" geschehen, um den Spielbetrieb für die kommende Saison zu sichern.

In einem Interview mit dem "Westfalen-Blatt" betonte Finke die finanzielle Schieflage: "Die Situation ist so düster, wie ich sie in dem Verein noch nicht erlebt habe. Es muss in den nächsten Tagen schon ein kleines Wunder passieren." Der SC Paderborn plant für die Drittliga-Saison 2017/18 mit einem Etat von 9,5 Millionen Euro. Rund ein Drittel, also drei Millionen Euro, sollen dabei Sponsoren beisteuern. Bislang sind aber erst rund 30 Prozent dieser Summe zugesichert, sodass noch etwas mehr als zwei Millionen Euro fehlen.

Während weitere Drittligisten ebenfalls noch nicht alle finanziellen Forderungen des DFB erfüllt haben, scheint die Situation in Paderborn besonders schwierig. Im Interview betonte Finke, dass weder er selbst noch die Stadt die hohe Summe aufbringen werden. Die finanziellen Sorgen des Clubs hat der Präsident bereits im März bei der Mitgliederversammlung geäußert, wo er sagte, dass der SC Paderborn in der 3. Liga nicht überlebensfähig sei. Im vergangenen Geschäftsjahr 2015/16 wies der Club einen Verlust von 1,12 Millionen Euro aus.

Bis zum 2. Juni hat der SCP noch Zeit, den Fehlbetrag nachzuweisen. Schafft er es nicht, droht ein Lizenzentzug durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und ein Zwangsabstieg. Sportlich ist der Klassenerhalt ebenfalls in Gefahr, Paderborn steht vor dem letzten Spieltag der Saison nur einen Punkt und einen Platz vor Abstiegsrang 18.

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