Tickaroo
Gastbeitrag Sportbusiness Club

Die dezentrale Sportdaten-Flut: Wie handball.net zum großen Wurf ansetzt

Warum das eigene Süppchen für Vereine, Verbände, Akteure und Fans eine Herausforderung ist, wie News- und Datenportale Sponsoring und Vermarktungspotenziale ausschöpfen und wie der DHB nun alle Akteure zusammenbringt, verrät Naomi Owusu von Tickaroo. Ein Gastbeitrag von unserem Sportbusiness Club Mitglied Tickaroo. 

„Der Sportbereich hat ein großes Problem: er ist noch zu oft dezentral organisiert. Zu oft kochen hier Landesverbände und Vereine ihr eigenes Süppchen“, sagt Owusu. „Es fehlt zu oft eine bundesweite, digitale Plattform.” Das betrifft Verbände aller Größenordnungen. Oft fehle es an Aufmerksamkeit und Reichweite für die Sportart, die für potenzielle Investoren, Sponsoren oder Werbepartner entscheidend ist. Das Problem liege darin, dass viele Sportdaten oder Informationen dezentral organisiert sind: „Ein Vergleich wäre hier zum Beispiel: Wenn du einen Film schauen willst, gehst du zu Netflix. Willst du aber die Ergebnisse oder News deines Lieblingsvereins erfahren, der nicht in den großen Medien stattfindet, müssen teilweise erst verschiedene Portale und Plattformen durchsucht werden“, skizziert Owusu die unübersichtliche Datenlage. Webseiten, Blogs oder Portale kommen kaum über lokale Grenzen hinaus, die Reichweite stagniert. „Es ist ein gravierender Unterschied, ob einzelne Plattformen im Monat jeweils 50000 Views einsammeln oder ein Portal Millionen von Seitenbesucher anzieht. Alle Beteiligten müssen gemeinsam die digitalen Chancen angehen, um Vermarktungspotenziale auszureizen. Nur so können Randsportarten die nächsten Schritte machen“, beschreibt Owusu die Hürden. Das sei wichtig, um den Sport zu fördern und auch dem Mitgliederschwund entgegenzuwirken.

Großer Wurf: handball.net bringt Verbände, Vereine und Aktive zusammen

Tickaroo hat den Deutschen Handballbund dabei unterstützt, eine Spieldaten-Plattform ins Leben zu rufen, die erstmals bundesweite Spieldaten und Ergebnisse auf einer Plattform bündelt und damit Aktive, Fans und Funktionäre aller Vereine zusammenbringt. Das Portal aggregiert neben den Ergebnissen aller deutschen Ligen auch ein multimediales sowie redaktionelles News-Angebot. Ein umfangreiches Streaming- und Videocenter, detaillierte Spieltagsberichte und ausführliche Hintergrundartikel werden ergänzt um Liveticker, die in Echtzeit von den deutschen Amateur- und Profiligen berichten. Auch eine Anbindung zu Ticketshops wurde integriert, sodass die Plattform hier ein großes Paket schnürt, das die Fans und Akteure nachhaltig binden soll. Eben genau, weil sich hier alle Beteiligten an einem zentralen Ort wiederfinden, um alles Wissenswerte aus der Welt des Handballs zu erfahren. Owusu sieht in dem Projekt großes Potenzial für die Fanbindung: „Mit der Plattform ist es uns gelungen, eine Anlaufstelle für alle zu liefern. Ob Fans oder Spieler, wir sorgen mit dem Entertainment- und Informationsangebot dafür, dass sie länger bleiben und wiederkehren. Über emotionale Multimedia-Formate werden sie an den Sport gebunden, hier spielt das Thema Storytelling künftig eine große Rolle.“

Auch für den DHB ist die neue Plattform ein großer Wurf: „Männer, Frauen und Jugend von der Bundes- bis zur Kreisliga kommen unter einem Dach zusammen. handball.net wird damit die neue digitale Heimat des Handballs“, sagt Thomas Zimmermann, Vorstand Marketing und Kommunikation des Deutschen Handballbundes. „Wir vereinfachen den Zugriff auf alle Spieldaten in Deutschland und schaffen über eine moderne und mobile Darstellung mehr Reichweite und Präsenz für unseren Sport.“