Lucic gegen Harris

Magenta Sport verkabelt erstmals BBL-Spieler

Der Streamingdienst Magenta Sport wird beim Duell zwischen Brose Bamberg und dem FC Bayern München in der Easycredit Basketball Bundesliga erstmals Spieler im Basketball verkabeln und Ton-Ausschnitte in die Berichterstattung einfließen lassen.

Die Begegnung am 30. Dezember 2019 zwischen Brose Bamberg und dem FC Bayern München wird das erste Spiel im europäischen Basketball sein, bei dem zwei Akteure während der Partie Mikrofone tragen. Die gesichteten und ausgewählten Ausschnitte werden dann in die Live-Übertragung des Streaming-Anbieter Magenta Sport aufgenommen und beispielsweise in Auszeiten, in der Halbzeit oder nach Spielende gesendet. Darüber hinaus ist geplant, eine Zusammenfassung der besten Ausschnitte in den darauffolgenden Tagen auf den Plattformen des Anbieters zu veröffentlichen.

Magenta Sport nutzt für seine Neuerung die Technologie „Q5X PlayerMic“ des Dienstleisters Q5X, die auch in der US-amerikanischen Liga, der National Basketball Association (NBA), für die Verkabelung der Spieler genutzt wird. Nach SPONSORs-Informationen bewegen sich die Kosten für die Technik und Umsetzung im vierstelligen Bereich.

Der Sender des Mikrofons befindet sich bei Rechtshändern in einer Tasche auf der linken Seite des Basketball-Trikots, bei Linkshändern entsprechend umgekehrt. Das Audiokabel ist am Trikot fixiert, während das Mikrofon am Trikotausschnitt angebracht ist. Magenta Sport und die Clubs haben die Trikots bereits im Training getestet, am 30. Dezember 2019 folgt der erste Live-Einsatz. Bei Brose Bamberg wird Kapitän Elias Harris verkabelt, auf Seiten des FC Bayern München der serbische Nationalspieler Vladimir Lučić .

Im europäischen Basketball eine Innovation, ist dieses Thema für Magenta Sport indes keine Neuheit. Bei Partien der Deutschen Eishockey Liga hat der Streamingdienst bereits eine ähnliche Technologie genutzt, um Spieler zu verkabeln.

Titelfoto: imago images / kolbert-press