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DFB ruft ePokal ins Leben

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sein Engagement im eSport verstärkt und den ePokal ins Leben gerufen. Das teilte DFB-Interimspräsident Rainer Koch beim SPOBIS Gaming und Media in Köln mit.

Laut Koch soll der neue eSport-Wettbewerb in der Fußball-Simulation "FIFA 20" analog zum DFB-Pokal ablaufen. "Das große Ziel ist es, ein Angebot für die 25 000 Vereine zu schaffen, um sich im Wettbewerb messen zu können", sagte Koch dem SID.

Fußballvereine seien stetig in der Pflicht, sich "mit den gesellschaftlichen Veränderungen zu beschäftigen", sagte Koch mit Blick auf die voranschreitende Digitalisierung. Das "Leuchtturmprojekt" des DFB soll deutschlandweit für alle Mitglieder offenstehen und zum Jahreswechsel starten. In mehreren Vorrunden sollen beim ePokal wie im realen Fußball die 64 besten Teams ermittelt werden, das Endspiel ist für das Pokal-Wochenende im Mai 2020 in Berlin geplant. 

Gespielt werden soll nicht im Einzel- bzw. Duo-Modus, sondern in größeren Teams. Allerdings werde nicht im bewährten Modus "Pro Clubs" gespielt, in dem elf verschiedene Gamer in einem Team zusammenspielen. Die Voraussetzungen sollen für alle Teilnehmer gleich sein, die Anmeldung werde über die regionalen Vereine erfolgen. 

Koch bestärkte auch die Position des DFB, ausschließlich Fußball-Simulationen zu fördern: "Ich plädiere sehr dafür, dass sich der DFB um alles kümmert, was mit Fußball zu tun hat." Der Begriff "eFootball" wurde gewählt, um auch "manchen Problemen aus dem Weg zu gehen". Über Spiele wie League of Legends könne jeder seine eigene Meinung haben, "aber wir sind ein Fußballverband", sagte Koch. Zuletzt hatte der DFB seine erste eNationalmannschaft mit 21 Spielern in "FIFA 19" gegründet.