DHB-Pokal

DHB-Pokal vor erneuter Reform

Der Pokalwettbewerb im deutschen Handball steht vor einer erneuten Reform. Ab der Saison 2020/21 sollen dadurch unter anderem die Bundesligisten entlastet werden.

Der Deutsche Handballbund (DHB) und die DKB Handball-Bundesliga (HBL) wollen gemeinsam mit den Landesverbänden den Pokalwettbewerb neu strukturieren. Für das Vorhaben wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich wie folgt zusammensetzt: Hans Artschwager (DHB-Vizepräsident), Michael Friedrichs (Geschäftsführer VfL Lübeck-Schwartau), Axel Geerken (Geschäftsführer MT Melsungen), Carsten Korte (DHB-Vizepräsident) sowie Andreas Wäschenbach (Geschäftsleitung Spielorganisation der Handball-Bundesliga GmbH).

Der nun vom DHB und der HBL veröffentlichte Reformvorschlag der Arbeitsgruppe für die Zeit ab der Saison 2020/21 sieht wie folgt aus: Insgesamt sollen 44 Mannschaften am DHB-Pokal teilnehmen. In einer ersten K.o.-Phase des Wettbewerbs sollen 24 unterklassige Clubs eine Qualifikation ausspielen, durch die zwölf Teams in die nächste Runde einziehen können. Die eine Hälfte der Qualifikationsteilnehmer besteht aus den besten zwölf Zweitliga-Teams der Vorsaison, die andere Hälfte bilden die jeweils drei bestplatzierten Mannschaften der vier Staffeln der 3. Liga. Zweite Mannschaften werden dabei allerdings nicht berücksichtigt.

An der anschließenden Hauptrunde würden zusätzlich zu den zwölf Qualifikationssiegern zwanzig weitere Mannschaften teilnehmen. Dies sind die 18 Teams der HBL sowie die beiden Finalisten des deutschen Amateur-Pokals. Bei den Partien würden unterklassige Mannschaften das Heimrecht haben, bei gleicher Klasse würde das Los entscheiden, wer das Heimrecht erhält.

Derzeit spielen alle 18 Bundesligisten bereits in der ersten Pokalrunde in dem Wettbewerb mit. Diese Runde besteht seit der Saison 2015/16 aus 64 Mannschaften. Jeweils vier Mannschaften bestreiten in der Halle eines der unterklassigen Teams ein Turnier mit Halbfinale und Finale. Die 16 Sieger der Turniere ziehen direkt ins Achtelfinale ein. Dieser Modus war Teil der letzten Reform des DHB-Pokals im Jahr 2015.

Pokal-Modus

Die Vorteile der Reform

Laut der HBL soll der neue Ablauf des DHB-Pokals einige Vorteile für die Bundesligisten mit sich bringen. Zum einen würde der neue Modus die Anzahl der Pokalspiele für die Top-Clubs von zuletzt sechs auf fünf reduzieren. Zum anderen soll der spätere Einstieg der Bundesligisten zu einer Verlängerung der Sommerpause für die 18 Teams führen, die damit die Regenerationszeit zwischen den Saisons verlängern können.

Wie geht es nun weiter?

Im weiteren Entscheidungsprozess ist nun der Bundesrat des Deutschen Handballbundes gefragt. Dieser muss bis zum 30. Juni 2019 eine Entscheidung fällen. Bei einer Zustimmung für die Reformpläne des DHB-Pokals soll dann die Spielordnung für die kommende Saison 2019/20 entsprechend angepasst werden.

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