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Umbau der US-Open-Anlage kostet 550 Mio. Euro

Der US-amerikanische Tennisverband USTA zieht Konsequenzen aus dem alljährlichen Terminchaos bei den US Open. Die gesamte Tennisanlage in Flushing Meadows soll umgebaut werden. Zudem soll das größte Tennisstadion der Welt ein Dach erhalten.

Wimbledon lässt grüßen: Über dem New Yorker Arther-Ashe-Stadion (22 500 Plätze) soll bis spätestens 2017 ein ausfahrbares Dach entstehen. Damit sollen die seit Jahren andauernden Diskussionen über die Planungsunsicherheit durch Regenunterbrechungen bei den US Open Geschichte sein. Vonseiten des US-amerikanischen Tennisverbandes (USTA) heißt es, dass die Dachkonstruktion über 100 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 75 Millionen Euro) kosten soll. Die Pläne für das ausfahrbare Dach stammen von dem US-amerikanischen Architekturbüro Rossetti, während die Hunt Construction Group mit Sitz in Indianapolis mit der Konstruktion des Dachs beauftragt ist.

Neben dem Dach über dem Arther-Ashe-Stadium sind nach einem Bericht der „US Today“ weitere Baumaßnahmen auf der Tennisanlage in Flushing Meadows geplant. Der zweitgrößte Platz der Anlage, Louis-Armstrong-Stadium (10 200 Plätze), soll ebenfalls aufwendig inklusive Dachkonstruktion umgebaut werden. Weitere Baumaßnahmen folgen auf dem drittgrößten Platz, Grandstand (6000 Plätze). Die beiden Courts werden anschließend zusammen 6500 Zuschauern mehr Platz bieten.

Insgesamt soll die Zuschauerkapazität auf der Anlage um rund 10 000 Besucher auf 50 000 Zuschauer erhöht werden. Dazu soll die Errichtung von neuen Courts beitragen. Die gesamten Umbaumaßnahmen sollen bis zu den US Open im Jahr 2018 abgeschlossen sein. Insgesamt rechnet der US-amerikanische Tennisverband mit Kosten von rund 550 Millionen US-Dollar, die zum Teil durch die steigenden Zuschauererlöse getragen werden sollen.

Neuer TV-Vertrag bringt 825 Millionen US-Dollar

Bei der Finanzierung des Projekts werden auch die Einnahmen aus den nationalen TV-Geldern eine bedeutendene Rolle spielen. Mit Beginn der US Open 2015 wird die Fernsehanstalt ESPN das Grand-Slam-Turnier übertragen und zahlt für die elfjährige Vertragslaufzeit jährlich rund 75 Millionen US-Dollar (56 Millionen Euro). Bis zum Jahr 2025 lässt sich der Sender die Rechte rund 825 Millionen US-Dollar (rund 618 Millionen Euro) kosten.

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