BMW bei den SGM Online Days

Warum BMW in den eSport investiert

Gestern fiel der Startschuss für unseren SPOBIS Gaming & Media, der erstmals im Rahmen der Online Days digital ausgerichtet wird. Zu Gast am ersten Tag war eine hochkarätig besetzte Runde zu einem der spannendsten eSport-Projekte der Gegenwart. 

BMW hatte im April dieses Jahres im Rahmen seiner globalen eSport-Offensive gleich fünf der erfolgreichsten Clans unter Vertrag genommen. Doch mit welcher Strategie investiert einer der größten Autobauer der Welt so massiv in den eSport? Genau darüber wurde am ersten Tag der Online Days diskutiert.

Antworten gab es nicht nur von Stefan Ponikva, Vice President Brand Experience von BMW, sondern auch von Peter Mucha, COO von G2 Esports, und Sam Mathews, CEO von Fnatic – zwei Top-Clans und BMW-Partner mit internationaler Strahlkraft. Die beiden Clan-Verantwortlichen gingen unter anderem auch im Detail darauf ein, wie sie BMW dabei helfen wollen, ein nachhaltiger Partner der eSport-Szene zu werden.

Kommunikation ist ein „Selbstläufer“

Das größte Asset der Partnerschaften mit den eSport-Clans seien die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten, sagte Ponikva. Dabei stehe der Slogan „United in Rivalry“ im Mittelpunkt. „Rivalität ist nicht nur ein Leistungstreiber, sondern auch ein großer Faktor im eSport und der Social Conversation und damit für uns hochrelevant“, ergänzt der BMW-Manager. Aus dem Rivalitätsansatz würden in der Kommunikation mit G2 und Fnatic „Selbstläufer“ entstehen. „Wir nehmen die Beobachter-Rolle ein und verfolgen dann beispielsweise über die Social-Plattformen, wie sich die Clans die Bälle hin und her spielen”, sagt Ponikva. Das habe natürlich auch mit großem Vertrauen zu tun, denn die Clans dürften die BMW-Marke in ihrer Kommunikation ohne große Absprachen nutzen.

Auch die Clans profitieren in ihrer Kommunikation von dem Slogan „United in Rivalry“. „Wir sind frei, unsere Geschichten zu erzählen und können uns im eSport regelmäßig mit anderen Clans auf Augenhöhe messen“, sagt Mathews. Mucha ergänzt: „Wir bilden eine authentische Brücke für BMW zu unseren Fans, davon profitiert dann die ganze eSport-Community.“

Tag 2: Hauptprogramm startet um 10 Uhr

Nach BMW ist vor Sportfive: Heute um 10 Uhr geht es weiter mit unserem digitalen Hauptprogramm und der Frage, warum ein Lebensmittel-Gigant mit einem Umsatz von 85 Milliarden Euro in den eSport investiert? Im Rahmen eines Strategiegesprächs steht der Nestlé-Manager Nazar Syrotiuk, der das eSport-Engagement von Kit Kat verantwortet, Rede und Antwort. Als Intro zur Diskussion dient eine Keynote von Thuy Ha, Creative Director Esports bei Sportfive,  zum Thema „Welches Potenzial der eSport großen Brands bietet und auf was sie bei einem Sponsoring achten sollten“.

Um 14 Uhr wird in einer kritischen Diskussion die Spielsimulation „FIFA“ und deren Möglichkeiten für erfolgreiche Geschäftsmodell von Clubs diskutiert. Laut Pietro Fringuelli, Partner bei CMS, läuft es in dieser Hinsicht aktuell „desaströs“. Was haben Marc Oltmann, Head of Marketing bei RB Leipzig, der mit seinem Club erst jüngst ein komplett neues „FIFA“-Team aufgesetzt hat sowie Daniel von Busse, der mit Sport1 unter anderem die „Bundesliga Home Challenge“ im Free-TV gezeigt hat, entgegenzusetzen?

Abgerundet wird unser Hauptprogramm um 15 Uhr mit einem Live-Podcast. Prof. Dr. Sascha L. Schmidt, Leiter des Centers for Sports and Management an der WHU und akademischer Leiter der SPOAC, gewährt exklusive Einblicke in die Zukunfts-Technologien, die das Sportbusiness in den nächsten 20 bis 30 Jahren verändern werden.