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Hörmann unzufrieden mit Olympia-Vergabeverfahren

Alfons Hörmann hat vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine Neubewertung der Vergabekriterien für Olympische Spiele gefordert. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ist aber optimistisch, da beim IOC ein Umdenken stattfinde.

„Es darf nicht nur dahin gehen, wo viel Geld fließt“, sagte Hörmann im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF mit Blick auf jüngsten Olympia-Vergaben. Der DOSB-Chef kritisierte im Gespräch mit dem „Berliner Tagesspiegel“ zudem den Gigantismus, den der kommende Olympia-Gastgeber Russland in Sotschi betreibt. „Die Vergabekriterien sagen nicht, dass man 40 Milliarden Euro ausgeben muss, um Olympische Winterspiele zu veranstalten“, sagte Hörmann mit Verweis auf die anstehenden teuersten Spiele in der olympischen Geschichte.

Der DOSB-Chef ist zugleich der Auffassung, dass innerhalb des IOC bereits ein Prozess des Umdenkens eingetreten sei. „Wer die jüngsten Äußerungen von Thomas Bach aufmerksam verfolgt hat, der konnte erkennen, dass die Frage der Vergabe in Zukunft neu definiert werden soll“, sagte Hörmann.

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