Adam Szpyt

Bett1-Geschäftsführer Szpyt: „Wir wollen eine Weltmarke werden“

Als Haupt- und Titelsponsor der Bett1 Aces brachte Bett1 Mitte Juli den Tennissport zurück nach Berlin. Im Gespräch mit SPONSORs blickt Adam Szpyt (49), Gründer und Geschäftsführer von Bett1, auf die harten ersten Jahre auf dem umkämpften Matratzenmarkt zurück und erklärt, wie er sein Unternehmen auch durch Sportsponsoring zu einer weltweit erfolgreichen Marke machen will.

Adam Szpyt gründete Bett1 2004 direkt nach dem Studium. 2015 nach vielen, harten Jahren, über die Szpyt im Gespräch berichtet, wurde die „Bodyguard“ von Stiftung Warentest als beste Matratze ausgezeichnet. „Dann hat es geboomt“ sagt Szpyt. Mittlerweile wurde die „Bodyguard“ fast drei Millionen mal verkauft. Der Umsatz von Bett1 ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Die zuletzt ausgewiesenen Geschäftszahlen aus 2018 weisen einen Umsatz von 179,75 Millionen Euro und einen Gewinn von 37,1 Millionen Euro aus. Für die Zukunft hat Szpyt, dem das Unternehmen nach wie vor zu 100 Prozent gehört, nicht nur den nationalen Markt im Blick. „Ich möchte, dass Chinesen, Japaner, Amerikaner, Kanadier, Südafrikaner und viele andere in den Genuss unseres Produkts kommen“, fasst der 49-Jährige seine Internationalisierungspläne zusammen: „Wir wollen eine Weltmarke sein.“

Sportsponsoring spielt für das Unternehmen seit einigen Jahren eine wichtige Rolle, ohne aber den Start damals offensiv in die Wege geleitet zu haben. „Der Wintersport kam auf uns zu“, erklärt Szpyt, der sich selbst als sportbegeistert beschreibt. „Für unsere Bekanntheit ist das wichtig“, sagt der Geschäftsführer, der mit den ersten Ergebnissen aus dem Wintersportsponsoring zufrieden ist. Nun soll das Sponsoring ergänzend zur TV-Werbung im Marketing-Mix von Bett1 weiter ausgebaut werden.

Auch zum Tennis-Sponsoring ist Bett1 zufällig gekommen, sagt Szpyt im Gespräch. Gerade als „sehr weibliches Unternehmen“ wie er sagt, sei es nur logisch gewesen, dass Bett1 Hauptsponsor eines großen Damentennis-Turniers wurde. Szpyt will den Tennis mittelfristig wieder zu einer erfolgreichen Breiten- und Massensportart in Deutschland machen. Bisher hat Bett1 bereits einen zweistelligen Millionenbetrag in Tennis investiert. Die Bett1 Aces vor wenigen Wochen in Berlin sollen nur der Startschuss gewesen sein.

Vorerst kein Fußball-Sponsoring geplant

„Alle sagen uns, wir sollen in den Fußball“, erklärt Szpyt, dass es natürlich auch andere Möglichkeiten im Sport-Sponsoring geben würde. Doch über ein Engagement im Fußball oder auch im eSport will er momentan nicht nachdenken. Er will insbesondere in Sportarten investieren, die gerade etwas unter dem Radar fliegen, durch Innovationen künftig aber große Möglichkeiten bieten. Beim Tennis-Turnier in Berlin wurden zuletzt erste innovative Ideen wie Kameras anstatt von Linienrichtern umgesetzt. Noch im Jahr 2020 will Bett1 bei weiteren Tennis-Turnieren, unter anderem auf Mallorca, präsent sein.

Wichtig ist Szpyt, dass das Engagement von Bett1 im Tennis über das Sponsoring von Events hinausgeht. Deswegen finanziert das Unternehmen die Einrichtung von Tennis-AGs an 400 Schulen. Hierzu bezahlt Bett1 die Trainer und stellt das Material. Regelmäßig sollen auch Scouts an den Schulen künftig nach neuen Tennis-Talenten Ausschau halten. „Wir brauchen Bewegung“, sieht Szpyt auch den Sport als wichtigen Faktor für eine gesunde Gesellschaft. Dass dieses Engagement auch mit einem gewissen finanziellen Invest verbunden ist, weiß der Geschäftsführer.