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Fischer: „Wir publizieren immer noch 1500 Artikel pro Tag“

Der professionelle Sport auf der ganzen Welt pausiert aktuell aufgrund der Corona-Pandemie. Wie sich das auf die Arbeit von Onefootball auswirkt und welche Trends die Krise weiter verstärkt, erklärt Patrick Fischer, Chief Business Officer des Berliner Medienunternehmens, im persönlichen Gespräch mit SPONSORs.

 „Wenn 98 Prozent aller weltweiten Ligen nicht mehr spielen, hat das selbstverständlich auch einen Impact auf uns“, beschreibt Patrick Fischer die Auswirkungen der Krise. Aber das „Interesse nach Fußball ist nach wie vor ungebrochen, betont der Onefootball-Manager. Das gehe so weit, dass die Youtube-Channels von Onefootball auf einen Rekord-März zusteuern würden. Die Gründe seien folgende: „Wir haben entertainigeren Content. Wir begeben uns auf Augenhöhe mit den Usern und erzählen die Geschichten, die sie bewegen.“

Ein weiteres Thema, dass Onefootball in die Karten spiele, „sind die eSport-Initiativen, die aktuell wie Pilze aus dem Boden schießen“, so Fischer weiter. Diese würden von den Usern extrem stark angenommen werden. Die Zahl der publizierten Artikel bewege sich aktuell immer noch zwischen 1400 und 1500 Artikeln pro Tag. Der Großteil dieser Inhalte komme dabei über das vorhandene Creator-Netzwerk.

Die wichtigsten Ausspiel-Plattformen seien Youtube und Instagram, gibt der CBO einen Einblick in die Content-Strategie von Onefootball. Auf Instagram habe das Unternehmen inzwischen mehr als 1,7 Millionen Abonnenten, während die Gesamtaufrufe der Youtube-Videos im zweistelligen Millionenbereich liegen würden. In der App habe sich der Traffic hingegen halbiert, verrät Fischer. „Wir gehen aber davon aus, dass die User allesamt wiederkommen, wenn die Ligen zurück sind.“

SPONSORs Interview mit Patrick Fischer, Onefootball

Im Bereich Sales hätten sich die schlimmsten Befürchtungen dagegen nicht bestätigt. „Alle Deals, die wir bisher mit Kunden für die EURO 2020 gemacht haben, haben sich zu 100 Prozent für das nächste Jahr verlängert“, spricht Fischer seinem Sales-Team ein großes Lob aus. Dazu gebe es auch Partnerschaften, die auch in der Krise weiterlaufen würden.

Ein weiteres Geschäftsfeld, welches Onefootball in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, ergibt sich über die Kooperationen mit Clubs. Hier kündigte Fischer sogar eine weitere Partnerschaft an: „Wir haben mit Manchester City den ersten Club nativ in der App und jetzt wird ein zweiter Club aus Deutschland dazukommen. Und wir arbeiten bereits an weiteren Kooperationen.“ Clubs und Partner würden inzwischen merken, dass sie nicht mehr in der Krisenkommunikation verharren können, sondern ihr Geschäft für die Zukunft sicherstellen müssen. So führe auch Onefootball alle gestarteten Initiativen fort.

Die Zukunft hat Fischer trotz der aktuellen Situation fest im Blick: „Natürlich wird sich der Trend von Print zu anderen Distributionsplattformen verstärken. Und auch der Trend von offline zu online wird zunehmen.“ Die Krise sei hier ein Verstärker einer ohnehin schon gestarteten Entwicklung.