Polenz, Teambank

Teambank-Vorstand Polenz: „Eine Partnerschaft ist keine Frage von Quartalen“

Im September verlängerte die Teambank AG – mitten in der Corona-Krise – mit ihrer Marke Easycredit vorzeitig die Zusammenarbeit mit der Basketball-Bundesliga bis zum Ende der Saison 2023/24. Teambank-CCO Christian Polenz erklärt, warum sein Unternehmen auf Basketball als Kommunikationsplattform setzt und warum er sich ein Sponsoring im Fußball aktuell nicht vorstellen kann.

Seit der Saison 2016/17 ist Easycredit Namensgeber und strategischer Partner der Easycredit Basketball Bundesliga (BBL). Der ursprünglich bis zum Saisonende 2020/21 laufende Vertrag wurde im September 2020 – mitten in der Corona-Krise – per Option vorzeitig um drei weitere Jahre bis zum Ende der Saison 2023/24 verlängert. Als Chief Customer Officer (CCO) der Teambank verantwortet Christian Polenz unter anderem das Thema Marketing und steuert die Sponsoringaktivitäten des Finanzinstituts schon seit gut zehn Jahren. Die Partnerschaft mit der BBL war dabei zunächst gar nicht im Fokus seines Unternehmens.

„Kommissar Zufall hat uns dahin geführt“, sagt Polenz. Sechs Jahre war die Teambank zuvor Namingright-Partner des 1. FC Nürnberg. Das heutige Max-Morlock-Stadion trug bis 2012 den Namen Easycredit-Stadion, was nicht jedem Club-Fan gefiel. Das Sponsoring bewertet Polenz rückblickend zwar grundsätzlich positiv für sein Unternehmen, allerdings habe das Engagement nicht auf alle gewünschten Ziele eingezahlt. Bereits 2012 wurde daher ein Plan ausgearbeitet, welche Eigenschaften ein erneutes Engagement der Teambank im Sportsponsoring mitbringen müsste.

Der lag dann lange in der Schublade. Erst knapp vier Jahr später kam er zur Anwendung: „Als das Angebot der BBL auf dem Tisch lag, haben wir unser Strategiepapier danebengelegt und gemerkt, dass es passt.“ Neben der Werteorientierung die bei BBL und Teambank ähnlich sei, war laut Polenz vor allem die Positionierung seines Unternehmens als „Sponsor Nummer eins“ im Basketball ein wichtiges Argument. Aus diesen Gründen sei für die Teambank laut Polenz auch „eine Rückkehr ins Fußball-Sponsoring nicht geplant.“

„Guter Weg, der noch lange nicht zu Ende ist“

Das BBL-Sponsoring, welches sich die Teambank laut SPONSORs-Informationen jährlich 2,5 Millionen Euro kosten lässt, zahle sich für die Teambank bislang aus: „Sonst würden wir nicht vorzeitig verlängern.“ Eine größere nationalen Reichweite sei erreicht worden, die Markenbekanntheit habe sich positiv entwickelt. Die Sympathiewerte seien heute unter den Kennern der Easycredit BBL deutlich höher als unter den Nicht-Kennern: „Bis heute war es ein guter Weg, der noch lange nicht zu Ende ist“, sagt der Teambank-CCO.

Das Engagement bei der BBL sei für die Teambank von vornherein langfristig und nachhaltig angelegt gewesen: „Eine Partnerschaft ist keine Frage von Quartalen“, sagt Polenz. Auch abseits der Sponsoring-Aktivitäten gebe es einen regen Austausch der beiden Partner, etwa zu Fragen der Digitalisierung oder zum Thema Fan- und Kundenbindung. Gerade in Krisenzeiten zeige sich, was eine Partnerschaft wert sei. Das habe sich für die Teambank in den vergangenen, schwierigen Monaten positiv bestätigt. Polenz lobt dabei die BBL-Verantwortlichen für den Umgang mit der Coronakrise: „Während andere Ligen die Saison für beendet erklärt haben, wurde geschaut, wie man es anders angehen kann.“ Von dem Finalturnier der BBL in München habe sein Unternehmen profitiert und einen Teil zum Geschäft beigetragen: „Es wird nicht das beste Jahr unserer Unternehmensgeschichte, aber es wird ein gutes Jahr“, sagt Polenz.